Mittwoch, November 30, 2022

Die deutsche Staatsanwaltschaft fordert die Verurteilung des 97-jährigen ehemaligen SS-Sekretärs

Eine 97-jährige Sekretärin des SS-Kommandanten des Konzentrationslagers Stutthof wird von der deutschen Staatsanwaltschaft wegen Beihilfe zum Mord angeklagt.

Irmgard Furchner steht seit mehr als einem Jahr vor dem Landgericht Itzehoe in Norddeutschland vor Gericht, die Staatsanwaltschaft beantragt eine zweijährige Bewährungsstrafe.

Furchner steht vor dem Jugendgericht, weil er zur Tatzeit unter 21 Jahre alt war.

Staatsanwalt Maxi Wantzen sagte abschließend, „dieses Verfahren habe eine außerordentliche historische Bedeutung“, berichtete die deutsche Nachrichtenagentur dpa.

Staatsanwälte werfen Furchner vor, Teil des Apparats zu sein, der das Nazi-Lager Stutthof während des Zweiten Weltkriegs geführt hat.

Sie soll „in ihrer Eigenschaft als Stenographin und Schreibkraft in der Lagerkommandantur“ „den Lagerverantwortlichen bei der systematischen Tötung der dort Inhaftierten zwischen Juni 1943 und April 1945 geholfen und geholfen haben“.

Wantzen sagte am Dienstag, die Angeklagte hätte von ihrem Büro aus einen Großteil des Lagers sehen können, einschließlich eines Bereichs, in dem neue Gefangene angekommen sind.

Sie muss auch den Rauch von der Verbrennung der Leichen im Krematorium gesehen und gerochen haben, fügte der Staatsanwalt hinzu.

Auch wenn der Angeklagte das eingezäunte Feld nicht persönlich betreten habe, „war es aus meiner Sicht nicht erforderlich, von den Massenmorden zu wissen“, sagte Wantzen.

Furchner ging während ihres Prozesses nicht auf die gegen sie erhobenen Vorwürfe ein. In der deutschen Justiz gibt es keine formellen Gründe.

Zehntausende Menschen starben in Stutthof und seinen Außenlagern oder während der sogenannten Todesmärsche am Ende des Krieges.

Die Schlussplädoyers werden am 29. November fortgesetzt.

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